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Neues für Ihre Werte

Unterstützung

Wildgänse. Sie führen die Einehe. Recht so, sehr schön. Außerdem sind sie robust. Aha. Auch das ist von Vorteil. Zusätzlich – so ist zu lesen – kennen sie keinen falschen Stolz, sind also ziemlich Team-affin. Das wird ja immer besser. Da bekommt das Prädikat „Gänse-Verein“ doch gleich eine ganz andere Note. Und jetzt die Krönung: kann eine Gans aus dem „fliegenden Rudel“ nicht mehr mithalten, lösen sich zwei Gänse aus der Formation und begleiten die schwächelnde Gans zu Boden. Dort ist dann helfen und beschützen angesagt. Bis weitergeflogen wird – zu dritt. Oder eben nicht. Dann also Neustart zu zweit. Die Natur macht’s vor – helfen und beschützen ist normal. Zumindest dann, wenn Gleich und Gleich zusammen ist. Und bei ca. 7 Milliarden Planetenbewohnern kann man wohl von mehreren der gleichen Art sprechen. Warum also nicht einfach mal da sein, wenn es notwendig ist? Keine Zeit? Das Argument fällt flach. Flunderflach. Und wir setzen jetzt mal voraus, dass du bereits genug Wahlfamilie um dich herum hast, denn jetzt wird delegiert. Irgendwer hat genau das, was derjenige braucht, der gerade nicht ganz oben ist. Du bist gerade selbst nicht auf optimaler Flughöhe? Eine kleine Zwischenlandung wäre im Moment genau das, was du brauchst? Gut, dann einfach zwischenlanden. Dafür brauchst du keine 6 Wochen dauernde Auszeit, dafür reicht schon der gesunde Menschenverstand. Und wenn du schon seit etwas längerem wach im Kopf bist und deiner Seele zuhörst, dann hast du deinen Stolz auch schon so weit verabschiedet, dass du jetzt nicht anfängst rumzuzicken. Sätze wie „nee, das kann ich doch jetzt nicht so einfach machen. Was sollen die anderen sich dann...

Nähe

Na, das konnte ja jetzt nicht ausbleiben. Absolutes worst-case-Szenario: du hast dich verliebt. Zugegeben, das ist jetzt echt blöd. Denn nun steht dein Echtsein richtig auf dem Prüfstand. Bis gestern warst du dir sicher, dich bzw. dein Echt ganz gut im Griff zu haben. Fallweise natürlich auch andersherum, sprich, du hattest das Gefühl, dass dein Echt dich ganz gut im Griff hatte. Alles hat gepasst. Klappe immer offen, dies gemacht, jenes gemacht, alles so schön echt hier. Und dann das: du verliebst dich. Großes oh Gott, großes oh jemine. Und du stellst dir die Frage, wie das jetzt weitergeht mit deinem Echtsein. Fallweise stellst du dir auch die Frage, ob das überhaupt weitergehen kann. Das mit deinem Echt. Denn schließlich magst du den anderen. Sehr. Und würdest auch gerne Zeit mit ihm verbringen. Doch es ist dir einfach nicht klar, ob das dann was wird mit euch beiden. Um jetzt mal gleich auf den Punkt zu kommen: Dein echt ist deine einzige Möglichkeit, um etwas echtes auf die Beine zu stellen. Denn machst du jetzt hier, also gleich zu Anfang, die Mimikry-Nummer, dann habt ihr beide schon verloren. Du dein echtes Sein, der andere deine Ehrlichkeit. Und genau an dieser Stelle darfst und kannst du dich entscheiden: Alles geben oder nur einen Teil davon. Oder vielleicht dann noch nur einen winz-mini Teil? Bevor du hier weiterrätseltst: am besten bist du so wie immer. Versuch‘ das mit dem Verstellen erst gar nicht. Denn dann geht es dir wie vielen anderen: die haben sich gleich bei der Bewerbung so derartig angepasst, dass sie jetzt nicht mehr so einfach aus dieser Nummer herauskommen....

Rücksichtnahme

Rücksicht nehmen, brav und höflich sein sind einige der Begriffe, die ich als Kind ziemlich oft gehört habe. Wahrscheinlich habe ich das irgendwie nicht richtig übersetzt, denn aus Rücksichtnahme wurde Rücksichtnahme auf andere – aber nicht auf mich. Aus brav sein wurde irgendwann ein angepasstes Dasein. Aber nicht so, wie man es von guten Schneidern kennt, die dir einen Fetzen maßgeschneidert und nur für dich auf die Figur „zimmern“, sondern eher angepasst an andere „Figuren“. Abgerundet wurde das Ganze dann durch eine Höflichkeit bis kurz vor Erbrechen. Oder wird dir nicht schlecht, wenn du vor lauter höflicher Rücksichtnahme deine eigene Kontur schon gar nicht mehr fühlen kannst? Irgendwann reicht es einfach und wir begreifen: Erst wenn der Inhalt Kontur bekommt, wird Profil sichtbar. Wie kommt man nun an seine eigene Kontur? Jede Frau, die Lippenstifte verwendet, weiß, dass es sinnvoll ist, mit einem Konturenstift zu arbeiten, um die Lippenränder zu konturieren. Dann wird vollflächig ausgemalt und am Ende haben wir einen wunderschön geschminkten Mund. Im Prinzip gilt das gleiche für unsere Persönlichkeit. Bekommt sie Kontur, dann wird unser Profil sichtbar. Dazu können wir anstelle eines Konturenstiftes auf unser Gespür zurückgreifen, denn wir haben ein ziemliches gutes Gespür dafür, wie wir sind und wie wir sein wollen. Es könnte sogar sein, dass dies die ehrlichste Form der Rücksichtnahme ist, denn es ist doch ganz einfach: wenn du weißt, wie du bist, dann wirst du das wahrscheinlich auch leben wollen. Bist du echt unterwegs, dann nimmst sogar gleich 2 mal Rücksicht: Rücksicht auf dich, weil du dich so verhältst und benimmst, wie du bist und Rücksicht auf den anderen, weil du ihm...

Humor

Humor macht’s leichter, Humor macht’s besser. Die Voraussetzung für Humor? Den Willen und die Fähigkeit dazu – wie bei allem eben. Und – auch ganz, ganz wichtig – die Chemie. Wenn die Chemie stimmt, dann geht vieles. Auch das mit dem Humor. Zusätzlich wäre es noch ganz schön, wenn es sich um die gleiche HumorFamilie handelt – sonst wird’s traurig. Wie ich jetzt gerade auf den Humor komme? Ganz einfach, gestern hatte er HochKonjunktur. Und das mag die WerteFrauSteffen natürlich sehr. Wenn man davon ausgehen würde, dass jeder „käuflich“ wäre – was ich übrigens nicht glaube -, dann wäre Humor meine bevorzugte „ Währung“. Und ein wenig mehr Humor könnte uns allen nicht schaden. Alles so schwer, alles so problembeladen, das läuft nicht, jenes ist auch gerade schwierig und beim Thema X könnten wir auch noch ein bisschen schwarzsehen. Hilfe, wo ist der Humor, der das alles leichter macht? Wir haben den Anfang. Wir haben das Ende. Und das, was dazwischen liegt, nennt sich Leben. Wahrscheinlich sollten wir gar nicht davon ausgehen, dass das ganze Spiel hier auf bierernst angelegt worden ist. Ja, es gibt Situationen, wo Humor nicht angebracht ist. Dort taucht er dann aber auch gar nicht erst auf. Doch es gibt eine Menge Situationen, wo Humor durchaus angebracht wäre. Natürlich ist die Art und Weise des Humors Geschmacksache, doch wenn die Haltung Nuancen von Humor aufweist, dann ist das doch schon mal gut. Ich selbst kann zum Beispiel mit verschiedenen Comics gar nichts anfangen, aber dann gibt es wieder Sachen, die erwecken meinen Humor ziemlich unangestrengt. Friedrich Liechtenstein mit seinem Lied „supergeil“ geht immer https://www.youtube.com/watch?v=IlN1pZqO8Zo. Wunderbar...

Aufstehen

Oft macht Aufstehen Spaß, manchmal macht es sogar sehr viel Spaß. Da ist es komplett egal, ob du zu wenig Schlaf hattest, ob es draußen schneekalt ist, es macht einfach Spaß. Doch heute ist die Rede von einem anderen Aufstehen. Von einem Aufstehen, das immer gut ist Vor zwei Jahren habe ich an einem WerteKongress teilgenommen. Klar, auf welchen Vorträgen sollte die WerteFrauSteffen auch sonst sitzen? Volles Programm, interessante Vorträge, spannende Ansätze und Herangehensweisen, einfach gut. Spannend war auch die anschließende Podiumsdiskussion. Referentenrunde, oben brav im Halbkreis sitzend, Publikum eifrig versammelt. Ein Publikumsgast schilderte im Verlauf der Veranstaltung ausführlich die Zustände, die in seinem Unternehmen vorherrschten. Einer seiner Sätze: „… und da wurden die Menschen wirklich zu Hyänen gemacht.“ Und dann passierte das, was mich immer noch fasziniert. Ein Teilnehmer der Podiumsrunde stand auf, sehr bestimmt, sehr klar und – auch sehr schön und sehr selten – frei von jeder Provokation oder Aggression und sagte: „Halt. Da widerspreche ich Ihnen. Menschen werden niemals zu Hyänen gemacht. Sie entscheiden selber.“ Sprach’s und setzte sich ganz ruhig und ganz klar wieder hin. Ich glaube, genau das war der Moment, an dem ich mich in das Aufstehen verliebt habe. Natürlich können wir stundenlang sitzen, auch stundenlang bequem sitzen oder, wie Al Bundy in seinen besten Zeiten, auf unserem Sofa hocken. Alles ganz egal und alles ganz legal. Doch gleich, in welcher Position – ob so oder so – wir gerade sind, an manchen Stellen ist das Aufstehen unsere menschliche Pflicht.  Wo unsere menschliche Pflicht beginnt und wo sie aufhört? Ich werde mich vor einer allgemeingültigen Pauschalantwort hüten, da jeder für sich selbst entscheiden muss,...

Pinkfarbene Punkte

Du magst es farbig? Na, mal gucken, ob das so bleibt, denn heute werden wir ein kleines gedankliches Experiment starten. Das Experiment mit den pinkfarbenen Punkten. Auf geht’s. Echt sein und ehrlich sein. Nicht optional, sondern untrennbar miteinander verbunden. Und da es sinnvoll ist, die Bedeutung eines Begriffs zu klären und erst dann loszulegen, hier meine Auffassung und Formulierung davon. Ehrlichkeit bedeutet für mich, wesentliche Dinge auszusprechen, an den jeweils entscheidenden Stellen ein klares Ja oder klares Nein in den Ring zu werfen, keine Informationen zurückzuhalten, zu Fehlern oder Missgeschicken zu stehen und den anderen wissen zu lassen, woran er ist. Dass damit das berühmte „war ich nicht, habe ich nicht entschieden“ flach fällt – und zwar sehr flach –  ist klar. Telefon nicht abheben, Nachrichten ignorieren, den Raum wortlos verlassen – fällt alles flach. Doch wie schaut es denn jetzt mit unserer Ehrlichkeit aus? An ganz normalen Tagen, in unseren ganz normalen Beziehungen, in unserem Leben? Wenn du schon an dem Punkt angelangt bist, an dem du von durchgehender Ehrlichkeit sprechen kannst, dann gilt das gleiche wie schon einige Male zuvor: Klick einfach weg, denn dann ist es nicht notwendig, dass du deine Zeit hier verbringst. Wir anderen sausen jetzt ab zum angekündigten Experiment, zum pinke-Punkte-Experiment. Meine absolute Wunschvorstellung war es mal, genau zwei Antworten geben zu können. Also entweder ein „nein, das mache ich nicht“ oder ein „ ja, das mache ich gern“. Es war auch mal meine absolute Wunschvorstellung, dass jeder mir gegenüber ehrlich ist. Sehr ehrlich. Okay, mit Teil 1 liege ich ganz gut im Rennen, mit Teil 2, der Ehrlichkeit anderer Menschen mir gegenüber,...